Arbeit & Beruf
Ein Beruf ist die institutionalisierte Tätigkeit, die ein Arbeitnehmer, für eine finanzielle oder sonstige Gegenleistung, für einen Dritten erbringt. Ein Beruf ist im herkömmlichen Sinne aber nicht nur irgendein Job, sondern eine Tätigkeit, die man dem deutschen Gesetz nach erlernen muss. Dabei bilden die Handwerksordnungen und die Berufsausbildungsgesetze die Rahmenbedingungen der Ausbildungsberufe. Zuständig für die Umsetzung sind dabei unter anderem die Industrie- und Handelskammern, die IHK und die Handwerkskammern.
Der Beruf ist für die meisten Menschen, die einzige Einnahmequelle zur Existenzsicherung. Diesen Aspekt sollte man in keiner Lebenslage außer Acht lassen. Bereits in der Ausbildung oder im Studium, kann man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Zu diesem Zeitpunkt handelt es sich noch um eine abgespeckte Variante, welche eher der Erwerbsunfähigkeitsversicherung ähnelt. Da man bei Abschluss der Police jedoch auch auf seine Gesundheit hin geprüft wird, ist besonders ein Abschluss in jungen Jahren sinnvoll. Wichtig ist nur, dass man auf eine Nachversicherungsgarantie besteht, da man dann beim Eintritt ins Berufsleben keine erneuten Gesundheitsfragen zu befürchten hat.
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“
Doch die Suche nach Lehrstellen gestaltet sich nicht immer leicht. Unterstützung findet man dabei von der Bundesagentur für Arbeit, von Internetportalen, auf denen Unternehmen Stellengesuche einstellen können sowie auf den meisten Städteportalen in ganz Deutschland.
Obwohl sich derzeit in Deutschland die Anzahl der offenen Lehrstellen und die Anzahl der Suchenden fast die Waage halten, bleiben die meisten Lehrstellen unbesetzt. Die Unternehmen geben einen zunehmenden Mangel an geeigneten Bewerbern an und viele Suchende bekommen nicht ihren Wunschausbildungsplatz.
Ausbildungsstellen in Deutschland
Es gibt eine Vielzahl von Ausbildungsberufen in Deutschland, wobei der Beruf des Einzelhändler, die am häufigsten besetzte Lehrstelle ist. Dabei wird dieser von Frauen am häufigsten bevorzugt, gefolgt von Verkäuferin, Bürokauffrau, Medizinische Fachangestellte, Friseurin, Industriekauffrau, Zahnmedizische Fachangestellte bis hin zur Hotelfachfrau. Bei den Männern hingegen steht der Kraftfahrzeugmechatroniker an erster Stelle, gefolgt vom Kaufmann im Einzelhandel, Industriemechaniker, Koch, Verkäufer, Elektroniker bis hin zum Maler und Lackierer.
Soziale Arbeit – Soziales Jahr
Viele Jugendliche können sich nach dem Schulabschluss nur schlecht für einen Beruf entscheiden. Diesbezüglich gibt es die Möglichkeit ein sogenanntes soziales Jahr einzulegen. Hierbei wird den jungen Menschen die Chance gegeben sich zu orientieren und gleichzeitig anderen Menschen zu helfen. Durch soziale Arbeit können die Schulabgänger so neue Erfahrungen durch Begegnungen mit anderen Menschen sammeln und haben zudem die Möglichkeit die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Soziale Arbeit bietet zudem die Gelegenheit soziale Berufsfelder kennenzulernen und seine Eignung für diese zu testen. Die Dauer eines sozialen Jahres beträgt mindestens 12 Monate, kann aber bis auf 18 Monate verlängert werden.
Generation Praktikum
Eine weitere Möglichkeit, um den richtigen Beruf zu finden, bieten Praktika. So gut wie jede Branche und fast jedes Unternehmen bietet heutzutage Praktika an. Da es sich bei einem Praktikum in erster Linie, um ein Vertiefen von Wissen handelt, ist es von Vorteil, wenn der Praktikant bereits erste theoretische Kenntnisse des gewählten Praktikums aufweist. Wer sich auf der Suche nach Stellenanzeigen für Praktikanten befindet, kann dies wieder auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit, nämlich der Jobbörse tun. Außerdem gibt es auch hier einschlägige Internetportale, die die Suche nach Praktika vereinfachen. Für Studenten ist es zudem ratsam, auf den Seiten der Universität oder der jeweiligen Lehrstühle zu suchen sowie bekannte Uni-Zeitschriften, wie beispielsweise die UNICUM Praktikumsbörse zu nutzen.
Seit einigen Jahren, ist der Begriff Praktikum teilweise auch negativ belegt. Die sogenannte Generation Praktikum fühlt sich vermehrt von Unternehmen ausgebeutet. Besonders junge Akademiker haben oft das Gefühl, dass sie potentielle Lücken im Lebenslauf, sollten sie nach dem Ende der Ausbildung nicht gleich einen Arbeitsplatz finden, durch eine Praktikantenstelle nach der anderen, füllen müssen. Dabei sollten sie das Praktikum nicht als Last, sondern als Chance sehen, um zum einen, ihre Fähigkeiten zu vertiefen und zum anderen, eine Festanstellung zu erhalten. Viele Unternehmen nutzen Praktikantenverträge, um das Risiko einer Neuanstellung möglichst gering zu halten. Erweist sich der Praktikant als geeignet, wird er oft nach Ablauf des Praktikums fest in das Unternehmen übernommen.
Subscribe by RSS