Dez
06

Wieso sind sich Nikolaus und Weihnachtsmann so ähnlich?

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Diese Figuren sind sich zwar sehr ähnlich, haben aber verschiedene Ursprünge.

Der Nikolaus geht auf zwei historischen Personen zurück und ist daher eine fiktive Figur. Zum einen ist damit der Bischof, Nikolaus von Myra gemeint, der im vierten Jahrhundert in der heutigen Türkei lebte. Zum anderen ist damit der gleichnamige Abt von Sion gemeint, der im fünften Jahrhundert lebte und Bischof von Pinora war. Aus diesen Personen entwickelte sich dann die Legende um den Wohltäter Nikolaus, der ab dem 6. Jahrhundert nicht mehr wegzudenken war.
Der Heilige Nikolaus wird jährlich am 6. Dezember verehrt und traditionell als ein großer, hagerer Mann, in einem blauen oder grünen Gewand dargestellt.

Nach Deutschland kam der Nikolaus-Kult im 10.Jahrhundert, wahrscheinlich durch die byzantinische Frau Ottos des Zweiten. Deshalb ist der Nikolaus sowohl den meisten deutschen wie auch türkischen Kindern wohl bekannt. Der Nikolaus, wie wir ihn kennen, wird vor allem als Wohltäter für die Kinder verehrt. Traditionell kommt der Nikolaus inzwischen mit weißen Haar, weißen Bart, roten Mantel daher und verteilt Geschenke an die Kinder in Deutschland.

Aber nicht mehr in allen Ländern werden die Kinder noch vom Nikolaus beschenkt. Durch die Reformation gegen die Heiligenverehrung, wurde die Vergabe von Geschenken vom Christkind auf den 24. und 25. Dezember verlegt. So gab es ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den evangelischen Gebieten eher den Weihnachtsmann und in den katholischen Gebieten den Nikolaus oder das Christkind.

Die Wurzeln des Weihnachtsmanns sind eher in Skandinavien zu suchen. Dort wurde zur Weihnachtszeit ein Mann verehrt, der in Lappland wohnte und einen Rentierschlitten fuhr. Diese Figur wurde dann nach Amerika importiert. Im 19. Jahrhundert war dieser Mann noch klein und pummelig und erst im 20. Jahrhundert erhielt er sein rot-weißes Gewand und glich sich langsam mit dem Nikolaus an.

Die Vorläufer des heutigen Weihnachtsmannes waren eher düstere Gesellen, wie der Julbock, Ruklas, Wotan, Rumpsack, Waur, Bulkater, die den Kinder, wenn sie böse waren, mit Rasseln und klirrenden Ketten Angst machen sollten. Nach der Reformation gegen die Heiligenverehrung, bemühte man sich, ein einziges Symbol für Weihnachten zu finden – den Weihnachtsmann. Dieser sollte niemanden mehr etwas Böses tun und die Verteilung der Geschenke übernehmen.

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