Wie wurde das Ost-Ampelmännchen so berühmt?
Heute ist das Ost-Ampelmännchen 50 Jahre alte geworden. Dabei war seine Geburt schwierig und sein Leben sogar zeitweilig bedroht.
Geboren am 13.Oktober 1961 war gerade sein Hut, der ihn einzigartig macht, Grund größter Besorgnis für seinen Designer. Der Hut war in der sozialistischen DDR der Inbegriff für den Klassenfeind, doch die Beamten genehmigen diesen anstandslos. Lediglich die Laufrichtung des Männchens wurde geändert. So ging das ursprüngliche Ampelmännchen nach rechts, doch nach der Korrektur geht es seitdem nach links.
Entwickler der Kultfigur ist der Psychologe Karl Peglau, der damit seinen Beitrag zur Reduzierung der Verkehrstoten leisten wollte. So mussten sich vor Einführung der Ampelmännchen, die Fußgänger an den gleichen Ampeln orientieren, wie auch die Autofahrer. Gerade farbsinngestörte Verkehrsteilnehmer hatten damit Schwierigkeiten und damit barg die rot-gelb-grüne Verkehrsampel ein erhebliches Risiko. Ein prägnantes Leitsymbol sollte zu einer Minimierung des Risikos führen. So wurde das dynamisch schreitende Männchen in Grün zum Gehen und der gemütliche rote Mann mit ausgebreiteten Armen zum Stehen entwickelt. Doch der berühmte Hut, der wurde nicht von Peglau, sondern von dessen Sekretärin Anneliese Wegner entwickelt. Fünf Jahre nach seiner Geburt, konnte das erste Ampelmännchen dann auch endlich an seine Arbeit gehen. So kam die erste Peglau-Ampel 1969 an der Kreuzung Friedrichstraße und Unter den Linden zum Einsatz.
Mit dem Ende der DDR, sollte auch das Ende des Ampelmännchens kommen. Die Peglau-Ampeln galten als veraltet und sollten durch Euro-Ampeln ersetzt werden. Doch die ehemaligen DDR-Bürger wollten einfach nicht, dass hier ein weiteres Stückchen Heimat stirbt und haben das Komitee „Rettet die Ampelmännchen“ ins Leben gerufen – mit Erfolg. Der Verkehrssenator entscheidet zugunsten der Ampelmännchen und lenkt ein.
Wirklich berühmt ist der dynamische grüne Herr aber durch einen Westdeutschen geworden. Der Produktdesigner Markus Heckhausen hat 1995 die Idee, aus den grünen Männchen Lampen zu bauen. Danach wuchs die Produktpalette schnell an und mit ihr die Firma, die die Accessoires vertrieb.
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