Wie charakterisiert mich mein Name?
Der Name kann zum einen etwas darüber aussagen, aus welcher Zeit man stammt. Jedes Jahrzehnt hat seinen Namenstrend und zur Zeit sind Namen wie Anna, Hannah, Katharina und Sophia sehr beliebt. Zu Zeiten unserer Großeltern dominierten dagegen eher Namen wie Irmgard, Helga oder Hans-Dieter.
Doch Namen geben auch einen Hinweis auf unsere Herkunft. So sind Namen wie Kevin oder Cheyenne oft negativ besetzt, da sie eher bei der unteren Mittelschicht beliebt sind. Das heißt allerdings nicht, dass nicht auch ein Kevin Karriere machen kann. Dennoch ist die Namenswahl nichts anderes als moderne Klassenschranken. So will gerade die Mittelschicht sich mit einer geeigneten Namensgebung nach unten hin abgrenzen.
Zu jeder Zeit ist die Namenswahl durch die Geschehnisse der Zeit beeinflusst. War in den 30iger Jahren beispielsweise der Name Adolf sehr beliebt, war er es in den 40igern, durch den Ausbruch des Krieges, schon lange nicht mehr. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und der beginnenden Annäherung an Frankreich wurden französische Namen, wie Nicole und Oliver immer beliebter.
Aber auch die Namensgebung innerhalb der Familien sagt viel über sie aus. So gab es zu früheren Zeiten Familien, deren Söhne alle als ersten Namen Karl hießen. Auch heute noch gibt es ähnliche Phänomen. Familien zeigen gern ihre Zusammengehörigkeit, indem sie allen Kindern Namen geben, die mit denselben Buchstaben beginnen.
Dennoch sind die hier aufgestellten Theorien nicht definitiv zwingend. So kann ein Name nur so viel über den Menschen aussagen, wie er es zulässt.
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