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Wer war der „alte Fritz“?

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Der Name „alter Fritz“ begegnet einem heute an vielen Orten. Nicht nur in Geschichtsbüchern oder Denkmälern, auch an gastronomische Einrichtungen wie Restaurants und Kneipen. Es ist der Spitzname einer sehr berühmten Persönlichkeit.

Er heißt Friedrich II., auch Friedrich der Große, war König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg. Er ist in Berlin 1712 geboren und in Potsdam 1786 gestorben. Er ist nicht nur von großer Bedeutung für die preußische Geschichte, sondern sogar auch im Rahmen der europäischen Geschichte und sollte daher nicht nur jedem Berliner und Brandenburger bekannt sein.

Er hat die 3 Schlesischen Kriege gegen Österreich geführt, wobei der letzte auch bekannt ist als Siebenjähriger Krieg. Als Konsequenz des Ausgangs dieses Krieges wurde Preußen als fünfte Großmacht in der so genannten Pentarchie Frankreich, Großbritannien, Österreich und Russland anerkannt. Er machte Deutschland, wenn man so will, zu einem der „Global Player“ in Europa. Wer sich eine Vorstellung von der Größe Preußens machen will, findet hier eine gute Orientierung: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/Preussen-FdG.jpg .

Er hat in seinen preußischen Reformen die Folter abgeschafft (was er bei der Leibeigenschaft ebenfalls versuchte, sich aber nicht durchsetzen ließ), ließ als erster Regent mehrere hundert Schulen errichten, reformierte das Justizwesen und schaffte das Säcken der Frauen ab (Hinrichtungsmethode, bei welcher der Verurteilte zusammen mit einem Tier in einen Sack gesteckt und dann ins Wasser geworfen wurde), brachte den Deutschen die Kartoffel, legte das Oderbruch trocken (wodurch die Mark Brandenburg besser ausgebaut werden konnte), schuf eine Vorstufe der Pressefreiheit, ermöglichte es dem Volk, sich direkt an ihn als Monarchen zu wenden, sorgte für Religionsfreiheit und Toleranz gegenüber Minderheiten und Einwanderern (mit Ausnahme der Juden) und ließ das Schloss Sanssouci bauen, wo er heute begraben liegt.

Wer ihn sich bei einem Berlin-Besuch ansehen will, der findet Unter den Linden, vor der Humboldt-Universität sein berühmtes Reiter-Denkmal.

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