Welche Farben darf man bei einer Hochzeit nicht tragen?
Zunächst darf die Braut weder ein rotes, noch ein schwarzes Kleid tragen. Schwarz ist eine Trauerfarbe, während rot mit Prostitution in Zusammenhang gebracht wird. Mancherorts ist es jedoch Brauch, dass die Mutter der Braut/des Bräutigams rot trägt.
Diese Farben sollten auch die Gäste nicht tragen. Ebenfalls gilt für die Gäste ein Tabu für weiße Kleidung, da dies in der Regel die Farbe der Braut ist. Sollte die Braut ein Kleid in einer anderen Farbe tragen, so sollten die Gäste auch diese Farbe nicht wählen, um sich quasi nicht in Konkurrenz zu ihr zu begeben. Gäste achten am besten auf eine neutrale Farbe. Auffällige Kleidung und knallige Farben sollten ebenfalls nicht gewählt werden.
Die Braut hingegen trägt in den meisten Fällen ein weißes oder pastellfarbenes Kleid. Dieser Brauch ist noch nicht so sehr alt. Früher wurde zur Hochzeit in der Regel Sonntagskleidung getragen. Also schlichtweg das beste Kleidungsstück, das man besaß. Erst als sich die Printmedien entwickelten und somit Ereignisse weite Teile der Bevölkerung erreichten und auch über die Landesgrenzen hinaus getragen wurden, begann man bei der Hochzeit ein weißes Kleid zu bevorzugen. Das lag am Interesse der Medien an der Hochzeit von Queen Victoria. Durch die Berichterstattung der pompösen Hochzeit mit Fotos der Braut in weiß, erwuchs nun auch in der Bevölkerung der Wunsch nach einem solchen Hochzeitskleid. Erst jetzt begann man diese Farbwahl mit der Symbolik der Reinheit und Unschuld zu erklären.
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